// Saisonstart beim "härtesten" Ironman der Welt!

Ironman St. George, wieder……

Liebe Triathlongemeinde,

wie bereits angekündigt bin ich an den Ort der Schmerzen zurückgekehrt. Viele würden es als Masochismus bezeichnen. Ich sage, es ist meine Bestimmung bei harten Rennen meine Vorteile zu haben. Viele bezeichnen den Ironman St. George als den härtesten in der Serie. Ich sage, das es sehr schwer ist Rennen zu vergleichen, aber seine Zahlen sprechen für sich. Von mir aus- zu den Top 3 gehört er bestimmt….

13° kaltes Wasser, 2500Höhenmeter beim Radfahren, über 700 sind es beim Laufen, sehr starker Wind und unberechenbare Wetterszenarien. Das waren die Fakten 2010. Mit starken Asthmaproblemen kam ich als 11er ins Ziel und hatte eigentlich ein sehr gutes Rennen- heuer?

Wetter ist stabil und man möge es nach dem letzten Jahr nicht glauben- heiß, knapp 30°. Das Wasser hat sich auf 16° „erhitzt“ und ist so, weitaus zugänglicher geworden. Was nicht weniger wurde sind die Höhenmeter auf der Strecke. Letztes Jahr kam ich absolut top vorbereitet hierher- heuer? Die letzten Wochen nach dem Trainingslager auf Fuerteventura waren von Megastreß gekennzeichnet. Erhaltung war das Zauberwort. Ich tat alles was Menschen möglich war, um alles unter einen Hut zu bringen. Das Training litt natürlich darunter. Es ist aber halt als „Triathlonprofi“ so, dass man nicht jemanden neben sich hat der einen alles erledigt wie in anderen Sportarten. Außerdem laufen auch noch einige andere Projekte für die Zukunft an, aber dazu ein anderes mal. Ich habe es nach meiner Taktik versucht und alles schon im Vorfeld gegeben. Ich hoffe, dass es sich nicht auswirken wird- schmerzhaft wird es trotzdem allemal. Ich freue mich auf das Rennen, bin im Kopf gut eingestellt und fühle mich auch körperlich sehr gut.

Leider kamen auch noch externe Faktoren hinzu, die mir die Vorbereitung versalzten. Ersteres, meine neue Wunderwaffe von Scott kam nicht rechtzeitig aus der Fabrik und so mußte ich kurzfristig umsatteln- im wahrsten Sinne des Wortes. Angepasst an den Kurs holte ich mir ein „herkömmliches“ Rennrad- umgebaut auf meine Triathlonposition aber natürlich mit Einbußen in der Aerodynamik. Egal ich fuhr früher auch mit Rennräder Rennen und sehr gute noch dazu (z.B. wurde ich Duathlonstaatsmeister damit!). Was aber wirklich zum Problem mutierte war, dass ich aus beruflichen Gründen ohnedies erst kurz vorher anreisen konnte und das Rad beim Flug nicht mitkam. Es blieb in Denver stecken! Ich war zuvor noch nie damit gefahren und zusätzlich war all mein Trainings „Staff“ im Radkoffer. Ich konnte hier also nichts trainieren. Abgesehen davon konnte mir keiner die Sicherheit geben, dass das Rad rechtzeitig nachkommt. Also saß ich im Motel, arbeitete am Computer und wartete- super. Ich machte zwar Kraft und war Schwimmen aber ich mußte doch das Rad testen und auch Laufen.

Gestern am Nachmittag war es dann so weit- Fed Ex brachte das Baby. Eine Ausfahrt war mir also noch gegönnt. Allerdings beim Zusammenbau das nächste Problem, einer der Aufleger wurde stark beschädigt- es sind Risse im Carbon!! Nun, 5 Minuten vor 12 hießt es Improvisieren. Ich versetzte die Pads und kann nun nur hoffe das es nicht ganz durchbricht und hält. Wenn ja hab ich ein Problem. Die Bergabpassagen werde ich mich also aus Sicherheitsgründen am Basislenker festhalten, denn da kriegen wir  doch satte 85-90 km/drauf.

Anyway, ich hoffe das ich alle Probleme wegstecken kann und mein Rennen machen werde. Alles geben und das jede Sekunde, vor allem aber nie auf- die Strini Taktik und das Ganze natürlich mit Ehre und Stärke!

Start 14:45MEZ auf www.ironmnlive.com

Gute Nacht aus St George, der roten Stadt Utah´s

Markus

Ps.: Daumendrücken, dieses mal kann ich es wirklich brauchen! Habe hier leider ein Problem mit den Fotos zum Uploaden- werden natürlich nachgereicht!!

// Markus
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